Streifzug durch die aktuelle Entwicklungspolitik

28. Februar 2020

Norbert Barthle, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sprach auf Einladung der Frauen Union Schwäbisch Gmünd über die aktuelle Entwicklungspolitik mit Schwerpunkt Frauen und Chinas Expansionspolitik

Trotz Faschingszeit war das Interesse an dieser Veranstaltung sehr groß und der Referent erhielt sehr viel Zustimmung für seinen sehr informativen, spannenden und fachkundigen Vortrag.

Bei der Begrüßung durch die Vorsitzende der Frauen Union Gisela Stephan stellte diese die Frage nach einer  Förderung und Stärkung der Frauen durch eine gezielte Entwicklungspolitik, auch zur Vermeidung von Unterdrückung, Ausbeutung  und menschenunwürdigem Schicksal von Frauen aus  Entwicklungsländern .

Laut Norbert Barthle erfahren die Frauen in den Entwicklungsländern kaum eine Bildung. Sie würden 60% der Hungernden darstellen und würden jedoch selbst 60% -80% der Nahrungsmittel durch harte Arbeit auf den Feldern erwirtschaften.

In der Textilindustrie würden Frauen und Kinder durch Hungerlöhne ausgebeutet und  unter menschenunwürdigen Verhältnissen arbeiten.“Frauen erfahren keinerlei Gleichberechtigung in den Entwicklungsländern. Sie machen die Arbeit und die Männer palavern“ ergänzte Norbert Barthle.

Die Frauen könnten in den Entwicklungsländern nicht erben und so kämen sie kaum an Kredite, da sie über kein Eigentum noch Vermögen verfügen.

„Frauen müssen durch Bildung stark gemacht werden, das ist der einzig richtige Weg“ forderte Norbert Barthle. Hier seien auch schon Anstrengungen von Seiten der Entwicklungspolitik unternommen worden. Bei diesen Aktionen sei jedoch sehr auf die Nachhaltigkeit zu achten“ Es muss jemand vor Ort sein, der hilft und organisiert“, so Norbert Barthle.

Geburtenkontrolle stelle ein weiteres Problem dar , obwohl es überall Kondome gebe und auch die Genitalverstümmelung müsse verboten werden.

Afrika sei der Problemkontinent, obwohl er 90% aller Bodenschätze weltweit berge,fuhr Norbert Barthle fort. Die Wirtschaft in Afrika habe ein rasantes Wachstum entwickelt, um das zehnfache mehr als Europa und 60% der Einwohner Afrikas seien jünger als 25 Jahre.“ Hier steckt ein Riesenpotential, das es zu nutzen gilt“ erklärte er. .Gelder würden von den Entwicklungsbanken zur Verfügung gestellt und auch das Interesse deutscher Firmen wachse.

Die Chinesen würden sich verstärkt mit dem sog „ Seidenstrassenprojekt“ engagieren. Durch dieses Projekt der Chinesen würden durch Infrastrukturmaßnahmen  neue Märkte erschlossen. Empörend dabei sei jedoch, dass vor Ort nur chinesische Arbeitskräfte und keine einheimischen beschäftigt würden.

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